Dabei lohnt es sich durchaus, einmal zu beobachten, wie das Wasser beim Spülen durch die eigene Toilette fließt.
Je nach WC-Modell verteilt sich das Wasser nämlich unterschiedlich. Bei manchen Toiletten läuft es beinahe gleichmäßig rundherum, bei anderen gibt es bestimmte Bereiche, in denen besonders viel Wasser vorbeiströmt.
Genau dort sollte der Toilettenblock sitzen.
Wenn kaum Wasser über ihn läuft, lösen sich die Wirkstoffe nur langsam und ungleichmäßig. Befindet er sich dagegen direkt in einem starken Wasserstrom, funktioniert er meistens deutlich besser.
Ein einfacher Test reicht:
Einmal spülen und beobachten, an welchen Stellen das Wasser besonders kräftig unter dem Rand hervortritt.
Danach kann man den Block entsprechend verschieben.
Das dauert vielleicht zehn Sekunden, kann aber einen überraschenden Unterschied machen.
Der Block muss nicht immer an derselben Stelle bleiben
Eine weitere kleine Gewohnheit, über die ich vorher nie nachgedacht hatte: Ich habe einen neuen WC-Block praktisch immer an genau dieselbe Stelle gehängt.
Warum eigentlich?
Gerade wenn sich unter dem Block mit der Zeit Ablagerungen bilden oder man beim Reinigen merkt, dass eine Stelle schlechter erreichbar ist, kann man den Halter problemlos etwas verschieben.
Das erleichtert die Reinigung und verhindert, dass man bestimmte Bereiche des Toilettenrandes über Wochen oder Monate praktisch nie richtig erreicht.
Beim gründlichen Putzen nehme ich den Block inzwischen ohnehin kurz heraus.
So kann man den Bereich darunter sauber wischen und anschließend alles wieder einsetzen.
Ein kleiner Schritt, der hygienischer ist, als ständig nur um den Kunststoffhalter herumzuputzen.
Nicht jeder WC-Block funktioniert gleich
Das ist bei diesem Haushaltstipp wichtig.
Es gibt inzwischen unzählige Varianten:
klassische Körbchen, Kugel-Systeme, Gel-Blöcke, flexible Halter, starre Kunststoffbügel und Produkte, die direkt an die Keramik geklebt beziehungsweise gedrückt werden.
Deshalb sollte man nicht mit Gewalt versuchen, jeden Toilettenblock vollständig unter den Rand zu drücken.
Wenn der Hersteller eine bestimmte Befestigungsweise vorgibt, ist diese Anleitung entscheidend.
Der Trick auf dem Bild funktioniert vor allem bei Modellen mit einem dünnen, biegsamen Kunststoffhalter.
Ist der Halter dagegen starr, sollte man ihn nicht stark verbiegen. Im schlimmsten Fall bricht er, und der Block fällt in die Toilette.
Also lieber einmal kurz anschauen, wie das eigene Modell konstruiert ist.
Manchmal erkennt man dann sofort, dass die Befestigung anders gedacht ist, als man sie jahrelang benutzt hat.
Warum WC-Blöcke überhaupt verwendet werden
Natürlich ersetzt ein Toilettenblock keine richtige Reinigung.
Das wird manchmal vergessen.
Ein WC-Block soll hauptsächlich dabei helfen, bei jedem Spülen bestimmte Reinigungs- und Duftstoffe im Wasser zu verteilen. Je nach Produkt können außerdem Bestandteile enthalten sein, die Ablagerungen reduzieren sollen.
Aber die Toilette muss trotzdem regelmäßig gereinigt werden.
Vor allem unter dem Rand können sich Verschmutzungen absetzen, die man von oben kaum sieht.
Wer nur einen WC-Block verwendet und davon ausgeht, dass damit alles automatisch sauber bleibt, wird irgendwann wahrscheinlich überrascht sein.
Ich sehe solche Produkte deshalb eher als Ergänzung zur normalen Reinigung.
Sie sorgen zwischen den gründlichen Reinigungen für ein frischeres Gefühl und können helfen, sichtbare Rückstände zu reduzieren.
Ein Bereich wird beim Putzen besonders häufig vergessen
Wenn man schon dabei ist, den Toilettenblock anders zu befestigen, lohnt sich ein Blick direkt unter den Toilettenrand.
Dieser Bereich wird erstaunlich oft vernachlässigt.
Von oben sieht die Toilette vielleicht vollkommen sauber aus. Unter dem Rand können sich jedoch trotzdem Ablagerungen befinden.
Genau dort läuft schließlich bei jedem Spülgang Wasser entlang.
Einmal pro Woche gehe ich deshalb mit der Toilettenbürste beziehungsweise einem geeigneten Reinigungsmittel gezielt unter den Rand.
Den Toilettenblock nehme ich dafür kurz heraus.
Danach wird gründlich gespült und der Block wieder eingesetzt.
Das dauert kaum länger, sorgt aber dafür, dass nicht nur die sichtbaren Flächen sauber aussehen.
Auch der WC-Sitz verdient Aufmerksamkeit
Wenn wir ehrlich sind, konzentrieren wir uns beim Toilettenputzen meistens auf die Schüssel.
Dabei werden Sitz, Deckel und besonders die Scharniere täglich ständig berührt.
Gerade rund um die Befestigungen sammeln sich Staub und Verschmutzungen.
Viele moderne WC-Sitze lassen sich mit wenigen Handgriffen komplett abnehmen. Wer diese Funktion besitzt, sollte sie gelegentlich nutzen.
Unter den Scharnieren findet man erstaunlich oft Stellen, die beim normalen Wischen kaum erreichbar sind.
Wenn man schon einen gründlichen Badezimmer-Putztag macht, lohnt sich dieser zusätzliche Handgriff definitiv.
Muss der Toilettendeckel wirklich vollständig schließen?
Auf Social Media wird rund um diesen Trick häufig behauptet, ein falsch angebrachter WC-Block sei automatisch der Grund für unangenehme Gerüche, weil der Deckel nicht vollständig schließe.
So pauschal würde ich es nicht formulieren.
Ein Toilettendeckel ist normalerweise keine luftdichte Abdichtung.
Wenn es im Badezimmer dauerhaft unangenehm riecht, sollte man deshalb nicht automatisch davon ausgehen, dass ausschließlich der WC-Block schuld ist.
Trotzdem ist es natürlich sinnvoll, dass Sitz und Deckel möglichst normal aufliegen können und nicht unnötig von einem dicken Kunststoffhalter angehoben werden.
Wenn der Halter stört, lohnt sich eine andere Position.
Bleibt ein unangenehmer Geruch trotz gründlicher Reinigung bestehen, können allerdings auch andere Ursachen dahinterstecken.
Dann sollte man genauer hinschauen, statt einfach immer mehr Duftprodukte einzusetzen.
Weniger ist manchmal mehr
Auch bei WC-Reinigern gilt: Mehr Produkt bedeutet nicht automatisch mehr Sauberkeit.
Manche Menschen kombinieren Duftblock, WC-Gel, Reinigungstabs und zusätzliche Duftmittel gleichzeitig.
Das ist meistens gar nicht notwendig.
Ein regelmäßig gereinigtes WC braucht keine ganze Sammlung verschiedener Mittel.
Oft reichen eine normale gründliche Reinigung und – wenn man es mag – ein Toilettenblock für den Alltag völlig aus.
Wichtig ist außerdem, verschiedene aggressive Reinigungsmittel nicht wahllos miteinander zu vermischen.
Die Herstellerhinweise gehören deshalb immer dazu.
Warum solche kleinen Haushaltstricks so erfolgreich sind
Ich glaube, der eigentliche Grund, warum solche Bilder im Internet so viel Aufmerksamkeit bekommen, ist ziemlich einfach.
Jeder kennt den Gegenstand.
Fast jeder hat schon einmal einen solchen WC-Block benutzt.
Und wenn dann jemand behauptet: „Du hast ihn dein ganzes Leben falsch benutzt“, möchte man natürlich sofort wissen, was damit gemeint ist.
Man schaut auf das Bild und denkt zunächst:
Was soll daran falsch sein?
Dann sieht man die alternative Befestigung und geht wahrscheinlich direkt ins Badezimmer, um beim eigenen Modell nachzusehen.
Genau solche kleinen Aha-Momente machen Haushaltstipps so unterhaltsam.
Man braucht keine Spezialgeräte und muss nichts kaufen.
Man verändert lediglich einen winzigen Handgriff.
Ich habe es ausprobiert – und bleibe dabei
Seit ich den Halter bei meinem WC-Block weiter unter dem Rand positioniere, gefällt mir die Lösung tatsächlich besser.
Nicht weil dadurch plötzlich irgendwelche Wunder passieren.
Die Toilette reinigt sich natürlich nicht von selbst und auch ein Toilettenblock ersetzt weiterhin keine Bürste.
Aber der Halter fällt weniger auf, der Block sitzt ordentlich und der WC-Sitz wird nicht unnötig von einem Kunststoffteil gestört.
Vor allem finde ich interessant, dass ich jahrelang nie darüber nachgedacht habe.
Verpackung geöffnet.
Block herausgenommen.
Über den Rand gehängt.
Fertig.
Manchmal macht man Dinge eben nicht deshalb auf eine bestimmte Art, weil sie die beste ist, sondern einfach deshalb, weil man sie schon immer so gemacht hat.
Mein Fazit
Ob man seinen Toilettenblock tatsächlich „sein ganzes Leben falsch benutzt“ hat, ist natürlich etwas überspitzt formuliert. Viele Modelle sind ausdrücklich dafür gedacht, einfach über den Rand gehängt zu werden.
Bei flexiblen Haltern lohnt es sich aber, genauer hinzusehen.
Vielleicht lässt sich der Bügel wesentlich unauffälliger unter dem Toilettenrand befestigen. Wichtig bleibt, dass der Block fest sitzt und beim Spülen genügend Wasser darüberläuft.
Und genau darin liegt der eigentliche Trick:
Nicht automatisch irgendeine Position wählen, sondern einmal beobachten, wie Halter, Toilettenrand und Wasserstrom zusammenspielen.
Es dauert weniger als eine Minute.
Und vielleicht steht man danach genauso vor der Toilette wie ich und denkt:
Warum habe ich das eigentlich all die Jahre nie ausprobiert?
