Für eine Springform mit etwa 26 bis 28 cm Durchmesser benötigen Sie:
850 g Quark, auch Magerquark geeignet
5 Eier
220 g Zucker
2 Päckchen Vanillepuddingpulver zum Kochen
400 g Schlagsahne
400 g saure Sahne
3 EL neutrales Pflanzenöl
1 Päckchen Vanillezucker
3 Tropfen Zitronenaroma oder etwas fein abgeriebene Zitronenschale
Etwas Butter oder Öl zum Einfetten der Form
Etwas Paniermehl für die Form
Zubereitung: So gelingt der cremige Quarkkuchen
1. Backofen und Springform vorbereiten
Heizen Sie den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vor. Fetten Sie eine Springform sorgfältig ein und bestreuen Sie den Boden sowie die Seiten dünn mit Paniermehl. Alternativ können Sie den Boden mit Backpapier auslegen.
Da der Kuchen keinen festen Teigboden besitzt, sollte die Springform gut schließen, damit keine Quarkmasse auslaufen kann.
2. Eier trennen
Trennen Sie die fünf Eier und geben Sie das Eiweiß in eine saubere, fettfreie Schüssel. Schlagen Sie es mit einem Handmixer zu festem Eischnee auf und stellen Sie es zunächst beiseite.
3. Quarkmasse herstellen
Geben Sie die Eigelbe zusammen mit dem Zucker und Vanillezucker in eine große Rührschüssel. Verrühren Sie alles, bis eine gleichmäßige Masse entsteht.
Anschließend kommen der Quark, die Schlagsahne, die saure Sahne und das neutrale Öl hinzu. Verrühren Sie die Zutaten gründlich miteinander.
Geben Sie danach das Vanillepuddingpulver und das Zitronenaroma dazu. Rühren Sie so lange, bis eine glatte, klümpchenfreie Creme entstanden ist.
4. Eischnee vorsichtig unterheben
Heben Sie den vorbereiteten Eischnee portionsweise mit einem Teigschaber unter die Quarkmasse.
Arbeiten Sie dabei möglichst vorsichtig, damit die eingeschlagene Luft erhalten bleibt. Genau dieser Schritt sorgt später für eine besonders zarte und lockere Konsistenz.
5. Kuchen backen
Füllen Sie die fertige Quarkmasse in die vorbereitete Springform und streichen Sie die Oberfläche glatt.
Backen Sie den Kuchen auf der mittleren Schiene etwa 65 bis 80 Minuten. Die genaue Backzeit hängt vom Backofen und von der Höhe des Kuchens ab.
Die Oberfläche sollte leicht goldbraun sein. In der Mitte darf der Kuchen beim vorsichtigen Bewegen noch etwas wackeln, sollte aber nicht mehr flüssig wirken.
Wird die Oberfläche zu dunkel, können Sie den Kuchen gegen Ende der Backzeit locker mit Alufolie abdecken.
6. Langsam abkühlen lassen
Schalten Sie den Backofen nach dem Backen aus und lassen Sie den Kuchen bei leicht geöffneter Ofentür noch etwa 20 bis 30 Minuten darin stehen.
Anschließend vollständig bei Raumtemperatur abkühlen lassen und für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank stellen. Besonders gut lässt er sich schneiden, wenn er über Nacht gekühlt wurde.
Der wichtigste Trick: Warum der Kuchen nicht sofort angeschnitten werden sollte
Frisch aus dem Ofen sieht dieser Quarkkuchen bereits unglaublich appetitlich aus. Trotzdem lohnt es sich, mit dem Anschneiden zu warten.
Während des Abkühlens festigt sich die Quarkmasse weiter. Die Stärke bindet Feuchtigkeit, und die cremige Füllung bekommt ihre typische Konsistenz.
Wer den Kuchen zu früh anschneidet, riskiert, dass die Stücke auseinanderfallen oder die Mitte noch zu weich erscheint.
Nach einigen Stunden im Kühlschrank ist der Kuchen dagegen wunderbar schnittfest und gleichzeitig angenehm cremig.
Warum fällt Quarkkuchen manchmal zusammen?
Viele Hobbybäcker kennen das Problem: Im Ofen geht der Kuchen schön auf, doch nach dem Herausnehmen sinkt er plötzlich ein.
Das ist bei Quarkkuchen grundsätzlich nicht ungewöhnlich. Durch die Hitze dehnt sich die eingeschlossene Luft aus. Beim Abkühlen zieht sich die Masse wieder etwas zusammen.
Besonders stark kann dieser Effekt ausfallen, wenn der Kuchen bei zu hoher Temperatur gebacken oder zu schnell abgekühlt wird.
Deshalb empfiehlt es sich, den Backofen nicht unnötig früh zu öffnen und den fertigen Kuchen langsam abkühlen zu lassen.
Ein leicht eingesunkener Quarkkuchen ist übrigens kein Zeichen dafür, dass das Rezept misslungen ist. Entscheidend sind Geschmack und Konsistenz.
Tipps für einen besonders leckeren Quarkkuchen
Quark richtig auswählen: Magerquark funktioniert bei diesem Rezept sehr gut. Wer einen etwas vollmundigeren Geschmack bevorzugt, kann auch Quark mit höherem Fettgehalt verwenden.
Zutaten nicht eiskalt verarbeiten: Quark und Eier lassen sich leichter miteinander verrühren, wenn sie nicht direkt aus dem Kühlschrank kommen.
Eischnee nicht zu kräftig einrühren: Damit der Kuchen schön luftig bleibt, sollte der Eischnee wirklich nur vorsichtig untergehoben werden.
Nicht zu heiß backen: Eine moderate Temperatur sorgt dafür, dass die Quarkmasse gleichmäßig gart und die Oberfläche nicht zu schnell dunkel wird.
Geduld beim Abkühlen: Am besten schmeckt dieser Kuchen, wenn er ausreichend Zeit zum Durchkühlen bekommt.
Leckere Variationen für jeden Geschmack
Wer den klassischen Quarkkuchen etwas verändern möchte, hat viele Möglichkeiten.
Mit Mandarinen: Gut abgetropfte Mandarinen aus der Dose können vorsichtig unter die Quarkmasse gehoben werden. Sie verleihen dem Kuchen eine fruchtige Note.
Mit Zitrone: Etwas frisch abgeriebene Zitronenschale sorgt für einen besonders frischen Geschmack und passt hervorragend zur cremigen Quarkfüllung.
Mit Rosinen: Wer traditionelle Käsekuchen liebt, kann eine kleine Handvoll Rosinen hinzufügen.
Mit Beeren: Frische Himbeeren, Erdbeeren oder Heidelbeeren eignen sich wunderbar als Dekoration auf dem vollständig ausgekühlten Kuchen.
