13.10.2026

Hier sind die 6 Symptome, die Sie ernst nehmen sollten

3. Ungewöhnliche Erschöpfung und Schwäche

Müdigkeit gehört zum Alltag und bedeutet für sich allein keineswegs, dass ein Herzinfarkt bevorsteht.

Aufmerksam sollte man jedoch werden, wenn eine ungewöhnlich starke Erschöpfung ohne nachvollziehbaren Grund auftritt oder alltägliche Tätigkeiten plötzlich wesentlich anstrengender werden als zuvor.

Treppensteigen, Einkaufen oder ein kurzer Spaziergang können sich beispielsweise unerwartet belastend anfühlen.

Entscheidend ist vor allem die Veränderung gegenüber dem persönlichen Normalzustand.

4. Kalter Schweiß

Starker kalter Schweiß kann ebenfalls zusammen mit einem Herzinfarkt auftreten.

Besonders auffällig ist es, wenn jemand ohne körperliche Anstrengung plötzlich stark schwitzt und gleichzeitig Druck oder Schmerzen in der Brust, Übelkeit, Atemnot oder ausgeprägtes Unwohlsein verspürt.

In einer solchen Situation sollte man nicht versuchen, die Beschwerden einfach „auszusitzen“.

5. Schwindel oder Benommenheit

Auch plötzlich auftretender Schwindel, Benommenheit oder das Gefühl, gleich ohnmächtig zu werden, können verschiedene Ursachen haben.

Problematisch wird es insbesondere dann, wenn solche Beschwerden gemeinsam mit Brustschmerzen, Atemnot, starkem Schwitzen oder einer ungewöhnlichen Schwäche auftreten.

Bei einer tatsächlichen Ohnmacht oder schweren plötzlich einsetzenden Beschwerden ist schnelle medizinische Hilfe erforderlich.

6. Übelkeit und ungewöhnliches Unwohlsein

Nicht jeder Herzinfarkt beginnt mit dem klassischen starken Brustschmerz.

Übelkeit, Erbrechen oder ein schwer zu beschreibendes allgemeines Unwohlsein können ebenfalls auftreten. Das macht die Situation schwierig, weil solche Symptome natürlich sehr viele harmlose Ursachen haben können.

Auch Schmerzen im Oberbauch können manchmal fehlinterpretiert werden.

Deshalb zählt wiederum das Gesamtbild. Treten mehrere ungewöhnliche Beschwerden gleichzeitig auf oder kommen Brustdruck beziehungsweise Atemnot hinzu, sollte man vorsichtig sein.

Warum das Bild mit dem geschwollenen Fuß irreführend sein kann

Ein stark geschwollener Fuß wie auf dem Bild ist kein eindeutiges Zeichen für einen bevorstehenden Herzinfarkt.

Schwellungen an Füßen oder Beinen können zahlreiche Ursachen haben. Bei bestimmten Herzerkrankungen können Wassereinlagerungen auftreten, sie können aber beispielsweise auch mit Venenproblemen, Verletzungen oder anderen Erkrankungen zusammenhängen.

Besonders eine plötzlich auftretende, ausgeprägte oder einseitige Schwellung sollte deshalb medizinisch abgeklärt werden, anstatt anhand eines Internetbildes selbst eine Diagnose zu stellen.

Der entscheidende Unterschied: Warnzeichen sind keine Vorhersage

Genau hier sollte man bei vielen Beiträgen in sozialen Netzwerken vorsichtig sein.

Es gibt nicht sechs bestimmte Symptome, die zuverlässig ankündigen, dass jemand in einigen Wochen einen Herzinfarkt bekommen wird. Einige Beschwerden können bereits vorher auftreten, ein Herzinfarkt kann aber ebenso ohne eine solche erkennbare Vorwarnphase eintreten.

Umgekehrt bedeutet beispielsweise Müdigkeit, Schwindel oder Übelkeit allein keineswegs, dass ein Herzinfarkt bevorsteht.

Die Symptome sollten deshalb als mögliche Warnzeichen verstanden werden und nicht als Selbstdiagnose.

Wer wiederholt Beschwerden bei körperlicher Belastung feststellt oder eine deutliche Veränderung seines Gesundheitszustands bemerkt, sollte dies ärztlich abklären lassen.

Bei plötzlich auftretenden starken Brustschmerzen oder starkem Druck beziehungsweise Engegefühl in der Brust, insbesondere zusammen mit Atemnot, kaltem Schweiß, Übelkeit, Schwäche oder ausstrahlenden Schmerzen, zählt dagegen jede Minute. Dann sollte umgehend der örtliche Rettungsdienst verständigt werden.

Das Wichtigste ist deshalb nicht, sich wegen jedes einzelnen Symptoms Sorgen zu machen. Entscheidend ist, ungewöhnliche und besonders akute Beschwerden ernst zu nehmen und im Zweifel medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.