13.10.2026

Essig als Geheimwaffe: So bleibt deine Waschmaschine frisch, sauber und langlebig

Ja, Essig hilft dabei, die Waschmaschine gründlich zu reinigen, und ich sage das nicht nur, weil es irgendwo in einem Ratgeber steht, sondern weil ich es selbst erlebt habe, immer wieder, über viele Jahre hinweg. Meine Waschmaschine ist für mich eines der wichtigsten Geräte im ganzen Haus, eigentlich fast schon so etwas wie ein stiller Mitbewohner, der jeden Tag verlässlich seine Arbeit macht. Aber genau weil er so still und brav seinen Dienst tut, vergisst man oft, dass auch eine Waschmaschine Pflege braucht. Ich weiß noch, wie ich in meiner ersten eigenen Wohnung lebte, und die Maschine, die ich damals vom Vormieter übernommen hatte, schon nach ein paar Monaten einen merkwürdigen Geruch hatte. Ich dachte zunächst, das liegt an der Wäsche, am Waschmittel oder daran, dass ich vielleicht zu voll beladen habe. Aber irgendwann, beim Öffnen der Tür, kam mir dieser strenge, muffige Geruch entgegen, der einem sofort signalisiert: hier stimmt was nicht. Und da war es meine Schwiegermutter, die mir den simplen Tipp gab: „Nimm Essig, Mädchen, das hat schon meine Oma gemacht.“

Ich habe es ausprobiert, zunächst etwas zögerlich, denn ich war mir nicht sicher, ob Essig nicht vielleicht sogar die Maschine beschädigen könnte. Aber das Gegenteil war der Fall. Ich habe einfach ein Glas klaren Essig in das Waschmittelfach gegeben, einen heißen Waschgang gestartet und nach zwei Stunden war der Unterschied unglaublich. Kein Geruch mehr, die Trommel glänzte wieder, und sogar das Gummi an der Tür fühlte sich sauberer an. Von diesem Tag an wurde Essig für mich das Mittel Nummer eins, wenn es um die Reinigung der Waschmaschine geht.

Viele Leute greifen sofort zu teuren Spezialreinigern, die es in allen möglichen Varianten im Drogeriemarkt gibt. Ich will nicht sagen, dass die nichts bringen, aber oft enthalten sie Chemikalien, die nicht nur teuer, sondern auch umweltschädlich sind. Essig dagegen ist günstig, überall zu bekommen und wirkt gleich auf mehreren Ebenen. Er löst Kalk, er beseitigt Gerüche und er desinfiziert. Gerade wenn man in einer Gegend mit hartem Wasser lebt, ist Kalk ein großes Problem. Man sieht es oft erst spät, aber die Maschine leidet darunter, Schläuche verengen sich, die Heizung wird zugesetzt, und irgendwann steigt der Energieverbrauch oder das Gerät geht kaputt. Mit Essig kann man dem vorbeugen, und zwar ohne großen Aufwand.

Ich habe mir im Laufe der Jahre angewöhnt, einmal im Monat einen „Essigwaschgang“ zu machen. Das klingt fast wie ein Ritual, und ehrlich gesagt ist es auch ein kleines Ritual geworden. Ich leere die Trommel, gieße eine gute Tasse Essig in das Fach, stelle die höchste Temperatur ein und lasse die Maschine laufen. Währenddessen mache ich oft etwas anderes, trinke einen Kaffee, räume ein bisschen die Küche auf, und wenn ich zurückkomme, riecht alles frisch. Das Wasser, das abgepumpt wird, ist manchmal leicht trüb, was mir zeigt, dass sich wirklich Ablagerungen gelöst haben.

Aber es geht nicht nur um die Trommel. Auch die Dichtungen verdienen Aufmerksamkeit. Jeder, der schon mal das Gummi an der Tür genauer angeschaut hat, weiß, dass sich dort Schmutz, Waschmittelreste und manchmal sogar kleine schwarze Punkte bilden können, die auf Schimmel hinweisen. Ich nehme dann ein Tuch, tränke es in einer Mischung aus Essig und Wasser und wische gründlich über die Ränder. Es ist ein bisschen mühsam, ja, aber danach sieht alles viel besser aus. Einmal habe ich sogar eine alte Zahnbürste genommen, um in die kleinen Falten zu kommen. Das Ergebnis war so überzeugend, dass ich es inzwischen regelmäßig so mache.

Natürlich gibt es auch Menschen, die sagen, dass Essig den Gummi angreifen könnte. Ich habe diese Diskussion schon oft gehört, besonders in Internetforen. Meine Erfahrung ist: Wenn man es nicht übertreibt, passiert nichts. Einmal im Monat, vielleicht alle sechs Wochen, reicht völlig. Wer jeden Tag literweise Essig reinkippt, wird sicher Probleme bekommen, aber in normaler Dosierung ist es eher ein Schutz als eine Gefahr.

Eine Freundin von mir benutzt statt Essig manchmal Zitronensäure. Auch das funktioniert, aber ich persönlich bleibe beim Essig, weil er einfach universeller ist. Und ehrlich gesagt mag ich auch den Geruch, der bleibt, dieses Saubere, das aber nicht künstlich wirkt.

Ich erinnere mich an eine Situation, als meine Nachbarin mit ihren frisch gewaschenen Handtüchern zu mir kam. Sie meinte: „Riech mal, die sind gar nicht frisch, sondern muffig.“ Sie war ganz verzweifelt, weil sie schon das Waschmittel gewechselt hatte, Duftperlen benutzt hatte, aber nichts half. Ich habe ihr geraten, die Maschine mit Essig durchlaufen zu lassen. Sie war skeptisch, aber am nächsten Tag kam sie wieder, strahlend, und sagte: „Es hat funktioniert! Meine Maschine riecht wie neu.“ Seitdem schwört sie auch auf Essig.

Es sind diese kleinen Dinge, die einem den Alltag leichter machen. Ich muss nicht lange überlegen, wenn meine Maschine komisch riecht. Ich weiß sofort, was zu tun ist. Und auch wenn es banal klingt: Es gibt mir ein gutes Gefühl, mit einem simplen Hausmittel so viel bewirken zu können.