13.10.2026

Ein einfacher Trick mit der Heizung – so kannst du wirklich sparen

Was viele nicht bedenken: Kleidung und Decken spielen ebenfalls eine Rolle. Ich habe angefangen, im Winter öfter Wollsocken und einen warmen Pullover zu tragen. Klingt banal, aber es macht einen Unterschied. Wenn der Körper warm ist, fühlt man sich bei 20 Grad wohl, während man sonst vielleicht 22 Grad braucht. Jede Grad weniger spart bares Geld. Man sagt, dass ein Grad weniger Heiztemperatur ungefähr sechs Prozent Energie spart. Das klingt wenig, aber über Monate hinweg ist das viel.

Natürlich gibt es Grenzen. Niemand möchte in der eigenen Wohnung frieren. Aber es geht eben nicht darum, sich zu kasteien, sondern die Balance zu finden. Ich habe irgendwann verstanden, dass Sparen nicht immer Verzicht heißt, sondern oft nur Organisation.

Es gibt auch psychologische Aspekte beim Heizen. Ein warmes Licht, Kerzen oder eine kleine Lampe können das Gefühl von Wärme verstärken. Ich habe im Winter abends oft Teelichter auf dem Tisch stehen, dazu vielleicht eine Lichterkette. Es macht den Raum sofort gemütlicher und man empfindet die Temperatur anders. Das klingt vielleicht esoterisch, aber es stimmt: Wenn man sich wohlfühlt, braucht man nicht unbedingt mehr Wärme.

Meine Kinder finden es übrigens toll, wenn wir im Winter im Wohnzimmer eine Art „Höhle“ bauen. Decke über den Tisch, Kissen darunter, ein bisschen Kuschellicht – und plötzlich ist es warm und gemütlich, auch wenn die Heizung nicht auf voller Stufe läuft. Es sind diese kleinen Dinge, die den Unterschied machen.

Ich könnte noch ewig so weiterschreiben, weil sich über die Jahre so viele kleine Tricks angesammelt haben. Aber die Quintessenz ist: Man muss nicht warten, bis die Politik neue Lösungen findet oder die Preise endlich sinken. Man kann selbst im Alltag viel tun, und oft sind es die einfachen Dinge, die am meisten bringen.

Ich habe irgendwann angefangen, all diese Tipps in ein kleines Heft zu schreiben. Nicht für die Öffentlichkeit, sondern für mich selbst, damit ich sie nicht vergesse. Und jedes Jahr, wenn der Herbst kommt, hole ich dieses Heft raus und erinnere mich: Fenster nicht kippen, sondern stoßlüften. Heizkörper frei halten, keine Möbel davor. Ofenwärme nutzen. Kleidung anpassen. Kleine Rituale schaffen, die Wärme erzeugen, ohne dass es Strom oder Gas kostet.

Und das Schönste ist: Es macht sogar Spaß, solche Tricks zu sammeln. Ich habe Freundinnen, die ebenfalls angefangen haben, kleine Energiesparideen auszuprobieren. Wir tauschen uns aus, lachen manchmal über verrückte Methoden und freuen uns, wenn etwas wirklich funktioniert. Meine Schwiegermutter zum Beispiel schwört darauf, eine Schüssel heißes Wasser ins Zimmer zu stellen, weil die Verdunstung angeblich für ein wärmeres Gefühl sorgt. Ich weiß nicht, ob das wissenschaftlich stimmt, aber sie ist überzeugt. Und am Ende zählt ja, wie man sich fühlt.

Ich merke, dass dieser Text schon unglaublich lang geworden ist, und trotzdem habe ich das Gefühl, noch längst nicht alles gesagt zu haben. Vielleicht ist das auch das Geheimnis solcher Alltagstipps: Sie sind nie wirklich abgeschlossen. Jeder findet neue Wege, jeder probiert etwas anderes, und am Ende hat man eine Sammlung von Ideen, die gemeinsam einen Unterschied machen.

Wenn ich also einen Rat geben darf: Probiert es aus. Wartet nicht, bis die nächste Rechnung kommt und ihr euch ärgert. Fangt jetzt an, kleine Veränderungen zu machen. Ihr werdet überrascht sein, wie groß der Effekt sein kann.

Und denkt immer daran: Sparen heißt nicht frieren. Sparen heißt, das, was man ohnehin hat, besser zu nutzen.