Also, ich muss euch wirklich mal was erzählen. Vor ein paar Wochen saß ich in der Küche, hatte irgendwie so gar keine Lust zu kochen. Mein Mann kam nach Hause, total geschafft von der Arbeit, die Kinder hatten alle Hunger, und ich stand einfach nur da, mit so einem leeren Blick auf die paar Kartoffeln und Zwiebeln, die noch rumlagen. Kennt ihr das, wenn der Kopf einfach wie leergefegt ist? Ich dachte mir: „Ach, was mach ich bloß heute?“ Und dann fiel mir was ein – in meiner alten, schon ziemlich vergilbten Rezeptmappe, die ich mal von meiner Oma bekommen hab, lag noch ein Rezept für eine deftige Gulaschsuppe.
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Und ehrlich gesagt, ich hab’s ewig nicht mehr gemacht. Keine Ahnung, warum eigentlich – vielleicht, weil’s so altmodisch klingt? Gulaschsuppe? Das isst doch keiner mehr, dachte ich immer. Aber an dem Tag war mir nach was Herzhaftem, was Warmem, was, das so richtig durchwärmt. Und so hab ich die Mappe aufgeschlagen – da war’s, das Rezept, handschriftlich, mit Omas krakeliger Schrift und ein paar Kaffeeflecken drauf. Da stand: „Gulaschsuppe – macht satt, wärmt das Herz.“ Klingt irgendwie kitschig, aber an dem Tag hat’s mich genau abgeholt.
Also hab ich angefangen, und dabei hab ich so viel an meine Oma gedacht. Wie sie immer in der Küche stand, mit ihrer alten Schürze, die so’n bisschen nach Zwiebeln und Waschmittel gerochen hat. Sie hat mir damals gezeigt, wie man Zwiebeln richtig anbrät – nicht zu heiß, nicht zu kalt, und immer schön umrühren, „damit nix anbrennt, Kind!“, hat sie immer gesagt. Und genau das hab ich dann auch gemacht.
Also, jetzt mal ganz ehrlich – hier ist, wie ich die Suppe zubereitet hab, mit ein paar kleinen Änderungen, die einfach besser zu meinem Chaos in der Küche passen:
Zutaten (für etwa 4 hungrige Esser)
- 500 g Rindergulasch (ich hab einfach das genommen, was im Supermarkt im Angebot war, so richtig zartes Fleisch vom Metzger wäre natürlich noch besser)
- 1 große Zwiebel, fein gewürfelt (oder, naja, so klein, wie ich’s halt hinbekommen hab – das Messer war mal wieder nicht richtig scharf)
- 2 Zehen Knoblauch, fein gehackt (hab ein bisschen mehr genommen, weil ich Knoblauch liebe)
- 2 EL Butterschmalz (oder Öl, wenn ihr gerade keins da habt, aber ich schwör auf Butterschmalz – das gibt so’n tollen Geschmack)
- 800 ml Rinderbrühe (ich hab ehrlich gesagt einfach Instantbrühe genommen – Oma hätte die Brühe natürlich selbst gekocht, aber wer hat schon Zeit dafür…)
- 150 ml Rotwein (den hab ich mir nebenbei auch ins Glas gegossen, weil, naja, man gönnt sich ja sonst nix)
- Salz und Pfeffer nach Geschmack (ich bin da immer ein bisschen großzügig, aber das muss jeder selbst wissen)
- Optional: Ein bisschen Paprikapulver (hatte ich nicht mehr da, aber wenn’s da ist, ruhig rein damit)
