13.10.2026

Absolut lecker – Quark-Pfannkuchen mit Zimtzucker ohne Mehl

Manchmal sind es die einfachsten Dinge im Leben, die uns am meisten Freude bereiten. Ich erinnere mich noch gut an den Morgen, an dem ich das erste Mal diese Quark-Pfannkuchen ausprobiert habe. Es war ein Sonntag, draußen nieselte es, die Kinder waren noch verschlafen und ich hatte keine Lust, lange in der Küche zu stehen, aber gleichzeitig wollte ich etwas Besonderes machen. In solchen Momenten neige ich oft dazu, alte Kochhefte meiner Mutter herauszukramen, und an diesem Tag stieß ich auf eine kleine Notiz am Rand einer Seite: „Pfannkuchen ohne Mehl, mit Quark – unglaublich fluffig.“ Ich dachte mir: warum eigentlich nicht? Ich hatte Quark im Kühlschrank, Eier sowieso, etwas Zimt und Zucker im Regal – und mehr brauchte es tatsächlich nicht.

Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2

Damals war ich skeptisch, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass Pfannkuchen ohne Mehl überhaupt gelingen. Für mich gehörte Mehl immer dazu, es war die Basis. Aber manchmal muss man einfach neue Wege gehen, und dieser Schritt hat sich für mich gelohnt. Heute sind diese Quark-Pfannkuchen mit Zimtzucker ein Klassiker in meiner Küche geworden. Ich mache sie nicht nur für die Familie, sondern auch, wenn Freunde zu Besuch sind, weil sie immer Eindruck machen. Und ganz ehrlich: sie sind leichter, bekömmlicher und trotzdem so unglaublich lecker, dass niemand glaubt, dass da kein Mehl drinsteckt.

Zutaten (für ca. 8 Stück):

4 Eier
150 g Milch
70 g Magerquark
100 g Stärke (z. B. Mais- oder Kartoffelstärke)
1 Prise Salz
1 TL Zimt
2 EL Zucker
neutrales Öl zum Ausbacken

Wenn ich alle Zutaten auf dem Tisch habe, beginne ich immer damit, die Eier in eine große Schüssel zu schlagen. Früher habe ich mir nicht so viele Gedanken darüber gemacht, ob die Eier Zimmertemperatur haben oder nicht, aber inzwischen weiß ich: je wärmer die Eier, desto besser lassen sie sich mit dem Quark und der Milch zu einer glatten Masse verrühren. Ich gebe also die vier Eier in die Schüssel, füge den Quark hinzu und rühre alles mit einem Schneebesen. Der Quark sorgt dafür, dass der Teig später nicht nur fluffig, sondern auch saftig wird. Dann gieße ich die Milch dazu und verrühre weiter.

Anfangs sieht die Masse etwas grob aus, weil sich der Quark nicht sofort auflöst. Aber das ist kein Problem – mit ein bisschen Geduld und kräftigem Rühren wird der Teig schön glatt. Jetzt kommt die Stärke dazu. Manche nehmen Maisstärke, andere Kartoffelstärke – beides funktioniert. Wichtig ist nur, dass die Masse klümpchenfrei bleibt. Wenn ich faul bin, siebe ich die Stärke manchmal nicht, und dann habe ich kleine Klümpchen im Teig. Das stört zwar nicht groß, aber schön ist es auch nicht. Also besser durchs Sieb geben, dann wird es perfekt.

Nun würze ich mit einer Prise Salz, dem Zimt und Zucker. Der Zimt gibt den Pfannkuchen diesen warmen, gemütlichen Duft, der sofort Kindheitserinnerungen weckt. Schon beim Rühren steigt mir das Aroma in die Nase und ich bekomme Lust, die Pfannkuchen sofort in die Pfanne zu geben. Aber ich weiß: jetzt heißt es warten. Der Teig sollte etwa 15 Minuten ruhen, damit die Stärke quellen kann. In dieser Zeit räume ich meistens schon mal die Küche auf oder decke den Tisch.

Nach der Ruhezeit erhitze ich etwas neutrales Öl in einer Pfanne. Ich habe viel ausprobiert: Sonnenblumenöl, Rapsöl, manchmal sogar Kokosöl für einen exotischen Touch. Am besten eignet sich ein Öl, das nicht zu stark schmeckt, damit der feine Quarkgeschmack erhalten bleibt. Wenn die Pfanne heiß ist, nehme ich eine Kelle voll Teig und gieße sie hinein. Jetzt heißt es: nicht zu früh wenden! Am Anfang habe ich den Fehler gemacht, die Pfannkuchen zu schnell zu drehen. Dann reißen sie leicht oder bleiben blass. Heute warte ich, bis sich kleine Bläschen auf der Oberfläche bilden und der Rand leicht fest wird. Erst dann wende ich sie vorsichtig mit dem Pfannenwender.

Wenn alles klappt, hat man nach ein paar Minuten goldbraune Pfannkuchen, die herrlich duften. Ich stapel sie auf einem Teller und halte sie im Backofen warm, während ich den Rest ausbacke. Der Duft lockt meine Kinder regelmäßig schon vorzeitig in die Küche, und meistens stibitzen sie sich schon einen Pfannkuchen, bevor ich fertig bin.

Zum Servieren streue ich eine Mischung aus Zimt und Zucker darüber. Manchmal gebe ich auch ein paar frische Beeren oder einen Klecks Joghurt dazu, aber ehrlich gesagt: sie schmecken auch pur fantastisch.