Es gibt so Rezepte, die entdeckt man irgendwie zufällig, probiert sie einmal aus und dann will man sie nie wieder missen. Genau so war es bei mir mit diesen Blätterteig-Schnecken mit Schinken und Käse. Ich habe sie zum ersten Mal vor vielen Jahren bei einem Nachbarschaftstreffen gesehen – so eine große Platte voller kleiner Schnecken, außen goldbraun, innen saftig und duftend nach Käse. Ich weiß noch, wie ich damals dachte: „Ach, das sind doch nur so kleine Snacks, da nehme ich mir ein Stück.“ Und dann habe ich hineingebissen, und plötzlich war ich begeistert. So simpel und doch so lecker! Und das Beste: Man braucht kaum Zutaten, der Teig kommt direkt aus dem Kühlregal, und schon hat man etwas, das aussieht, als wäre man eine Meisterbäckerin. Meine Oma hätte wahrscheinlich gelächelt und gesagt: „Kind, manchmal braucht man gar keine großen Worte, ein guter Teig, ein bisschen Käse, und die Menschen sind glücklich.“
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Ich erinnere mich, wie meine Oma immer gesagt hat: „Backen ist wie eine Umarmung – man steckt die Liebe in den Teig, und die Familie schmeckt sie später.“ Als ich das Rezept für die Blätterteig-Schnecken ausprobierte, hatte ich genau dieses Gefühl. Ich wollte meinen Kindern etwas Einfaches machen, etwas, das sie mit den Händen essen können, ohne gleich den ganzen Tisch voller Krümel zu haben (obwohl… na ja, die Krümel waren natürlich trotzdem da). Es war ein regnerischer Septemberabend, die Schule hatte wieder angefangen, die Blätter draußen färbten sich langsam gelb und rot, und wir hatten alle Lust auf etwas Herzhaftes, Warmes, das nicht zu schwer im Magen liegt. Da fiel mir dieses Rezept ein – und seitdem ist es ein Klassiker für unsere Abende geworden.
Zutaten für ca. 12–14 Schnecken
1 Rolle Blätterteig (aus dem Kühlregal)
150 g Kochschinken, in kleine Würfel oder Streifen geschnitten
150 g geriebener Käse (z. B. Gouda oder Emmentaler, je nach Geschmack)
100 g Frischkäse oder Crème fraîche
1 TL Senf (mild oder scharf, je nach Vorliebe)
1 Prise Salz
Etwas frisch gemahlener Pfeffer
Optional: 1 TL getrockneter Oregano oder Paprikapulver
1 Ei (zum Bestreichen)
Jetzt zur Zubereitung, und hier kann ich euch versichern: einfacher geht es kaum. Ich hole den Blätterteig aus dem Kühlschrank und rolle ihn auf der Arbeitsfläche aus. Schon beim Ausrollen freue ich mich, denn dieser Teig rettet mir oft den Abend. Früher musste man für Omas Hausbrot den Teig eine Stunde gehen lassen, kneten, warten, aufpassen, wieder kneten. Das war wunderschön, ja, aber wenn man nach einem langen Arbeitstag einfach etwas Warmes für die Familie möchte, dann ist so eine Rolle Blätterteig aus dem Supermarkt wirklich Gold wert. Oma hätte vielleicht den Kopf geschüttelt, aber ich glaube, insgeheim hätte sie geschmunzelt und gesagt: „Hauptsache, es schmeckt und die Kinder sind satt.“
Ich bestreiche den ausgerollten Teig mit einer dünnen Schicht Frischkäse. Früher war Frischkäse bei uns zu Hause fast Luxus, meistens hat Oma Sauerrahm genommen. Aber heute gibt es so viele Varianten, von leicht über cremig bis laktosefrei, dass man wirklich wählen kann. Auf den Frischkäse streiche ich noch einen kleinen Löffel Senf, nicht zu viel, nur so, dass man beim Reinbeißen dieses kleine Prickeln auf der Zunge spürt.
Dann streue ich die Schinkenwürfel darüber. Ich habe gelernt, sie nicht zu dick zu schneiden, weil sie sich sonst schwer rollen lassen. Oma hat früher den Schinken manchmal selbst vom Metzger bekommen, noch warm, direkt aus der Räucherei, in dicke Scheiben geschnitten. Ich erinnere mich an den Duft, der durch die Küche zog, wenn er die warme Pfanne berührte. Heute nehme ich oft gekochten Schinken aus dem Supermarkt, aber wenn ich Zeit habe, hole ich mir immer noch den vom Metzger. Das ist einfach etwas ganz anderes, und die Schnecken schmecken dann noch einmal doppelt so gut.
Zum Schluss kommt der geriebene Käse darüber. Ich nehme gerne Gouda, weil er schön schmilzt, aber manchmal auch Emmentaler oder sogar etwas Bergkäse, wenn ich Lust auf mehr Würze habe. Manchmal mische ich auch Käse – ein bisschen Mozzarella für die Fäden und Parmesan für den Geschmack. Dann rolle ich den Teig von der langen Seite her auf, damit viele kleine Schnecken entstehen.
Jetzt schneide ich die Rolle in etwa zwei Zentimeter dicke Scheiben. Hier muss man ein scharfes Messer nehmen, sonst drückt man den Teig platt. Ich lege die Schnecken auf ein Backblech mit Backpapier, bestreiche sie mit verquirltem Ei, damit sie eine schöne Farbe bekommen, und streue manchmal noch ein paar Sesamkörner oder Oregano darüber. Dann geht das Ganze in den vorgeheizten Ofen, 200 °C Ober-/Unterhitze, für ungefähr 20 Minuten.
