Es gibt diese Tage, an denen man mittags in der Küche steht, den Kühlschrank öffnet und keine Idee hat, was man kochen soll. Die Kinder fragen schon: „Mama, was gibt es zu essen?“, der Mann meldet sich, dass er gleich nach Hause kommt, und man selbst denkt: „Ich habe keine Lust auf Nudeln mit Soße oder das immer gleiche Sandwich.“ Genau an solch einem Tag habe ich die Zucchiniroulade entdeckt – ein Gericht, das inzwischen zum Liebling unserer Familie geworden ist.
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Es war ein sonniger Samstag im August. Eigentlich hatten wir geplant, einen Ausflug zu machen, doch am Vormittag hatte es plötzlich angefangen zu regnen. Also blieben wir zu Hause. Mein Mann wollte unbedingt Fußball schauen, die Kinder spielten im Wohnzimmer, und ich überlegte, was ich zum Mittagessen zaubern könnte. Ich wollte etwas Besonderes, aber nicht zu Aufwendiges. Im Kühlschrank lag ein großer Zucchino, dazu ein Stück Käse, etwas Schinken und ein Becher Schmand. „Daraus könnte ich doch etwas machen“, dachte ich mir. Und so entstand die Idee: eine herzhafte Roulade aus Zucchini, die nicht nur sättigt, sondern auch wunderbar schmeckt.
Zutaten für eine Zucchiniroulade
Für den Teig:
- 2 Eier
- 4 EL Öl (z. B. Sonnenblumenöl)
- 2 EL Schmand oder saure Sahne
- 1 mittelgroßer Zucchino
- 2 TL Salz
- 1 TL schwarzer Pfeffer
- 3 EL Mehl
Für die Füllung:
- 200 g Schmand oder saure Sahne
- 100 g Hartkäse (z. B. Emmentaler, Gouda oder Bergkäse)
- frische Petersilie (alternativ getrocknet)
- dünne Scheiben Schinken
Zubereitung Schritt für Schritt
Zuerst rieb ich den Zucchino grob und drückte die Masse gründlich aus, damit er nicht zu wässrig blieb. In einer Schüssel verquirlte ich die Eier, gab Öl und Schmand dazu, würzte mit Salz und Pfeffer und rührte das Mehl unter. Zum Schluss hob ich die Zucchiniraspel hinein.
Die Masse verteilte ich auf einem mit Backpapier belegten Blech und schob sie bei 200 °C in den Ofen. Schon nach wenigen Minuten breitete sich ein köstlicher Duft aus. Nach etwa 20 Minuten war der Zucchiniboden goldgelb und leicht fest. Ich stürzte ihn vorsichtig auf ein frisches Stück Backpapier und rollte ihn locker zusammen, damit er die Form behielt.
Während er abkühlte, bereitete ich die Füllung zu: Schmand, geriebener Käse und fein gehackte Petersilie wurden miteinander vermischt, bis eine cremige Masse entstand. Diese verteilte ich später gleichmäßig auf dem abgekühlten Teigboden. Darauf legte ich die Schinkenscheiben, rollte das Ganze vorsichtig auf – und stellte die Roulade für eine Stunde in den Kühlschrank.
Als ich sie später in Scheiben schnitt, war ich begeistert: Die Roulade hielt perfekt zusammen, die Füllung sah appetitlich aus, und der Duft war unwiderstehlich.
