13.10.2026

Es ist ein großer Fehler, zum Reiskochen nur Wasser hinzuzufügen – dieser kleine Trick verändert das Ergebnis

Reis gehört zu den Lebensmitteln, bei denen man eigentlich denkt: Was soll man da schon falsch machen? Reis in den Topf, Wasser dazu, Deckel drauf und warten. Genau so habe ich ihn früher auch zubereitet.

Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2

Das Ergebnis war allerdings jedes Mal ein bisschen anders.

Einmal war der Reis wunderbar locker, beim nächsten Mal klebte er zusammen. Manchmal schmeckte er richtig gut, manchmal trotz exakt derselben Reissorte überraschend langweilig. Und besonders ärgerlich: Unten im Topf begann er gelegentlich schon anzusetzen, während oben noch etwas zu viel Feuchtigkeit vorhanden war.

Dabei können bereits kleine Veränderungen bei der Zubereitung einen erstaunlichen Unterschied machen. Auch der Ausgangstext weist darauf hin, dass nicht nur die Wassermenge, sondern Waschen, Würzen und die eigentliche Kochtechnik entscheidend für Geschmack und Konsistenz sind.

Und nein: Man braucht dafür weder einen speziellen Reiskocher noch irgendwelche exotischen Zutaten.

Warum Reis mit nur Wasser oft so langweilig schmeckt

Wasser erfüllt beim Reiskochen zunächst nur eine Aufgabe: Es wird vom Reis aufgenommen und sorgt dafür, dass die Körner gar werden.

Geschmack bringt Wasser jedoch kaum mit.

Deshalb kann ein Reis, der ausschließlich mit Wasser gekocht und erst später auf dem Teller gewürzt wird, ziemlich neutral schmecken.

Viel besser ist es, bereits während des Kochens etwas Geschmack in die Flüssigkeit zu bringen.

Die einfachste Variante ist natürlich Salz.

Aber genau hier kann man noch einen kleinen Schritt weitergehen.

Für einen ganz normalen weißen Reis gebe ich beispielsweise gern etwas Salz und einen kleinen Schuss Öl oder ein Stückchen Butter dazu.

Für etwa vier Portionen braucht man:

Zutaten

300 g Langkornreis oder Basmatireis
450–500 ml Wasser, je nach Reissorte
½–1 TL Salz
1 TL Butter oder neutrales Öl

Optional:

1 Lorbeerblatt
ein kleines Stück Zwiebel
etwas Gemüse- oder Hühnerbrühe statt eines Teils des Wassers
ein kleiner Spritzer Zitronensaft

Schon diese wenigen Zutaten können aus einem ziemlich neutralen Reis eine richtig leckere Beilage machen.

Der erste wichtige Schritt passiert noch vor dem Kochen

Bevor der Topf überhaupt auf den Herd kommt, sollte man sich den Reis ansehen.

Auf den Körnern befindet sich Stärke. Wird Reis gewaschen, gelangt ein Teil davon ins Wasser – deshalb wird das Wasser zunächst milchig.

Gerade wenn man lockeren Reis möchte, kann das Abspülen hilfreich sein.

Ich gebe den Reis dafür in eine Schüssel, fülle kaltes Wasser hinein und bewege die Körner vorsichtig mit der Hand. Anschließend gieße ich das Wasser ab.

Das wiederhole ich je nach Reissorte ein paar Mal, ohne die Körner aggressiv zwischen den Händen zu zerreiben.

Der Ausgangstext empfiehlt ein besonders vorsichtiges Waschen und warnt davor, Reis unnötig häufig zu schrubben oder auszuwaschen.

Danach lasse ich den Reis kurz abtropfen.

Jetzt kommt der Unterschied: nicht einfach nur Wasser hineingießen

Den abgetropften Reis in einen Topf geben.

Nun kommen Wasser und Salz hinzu.