Weiße Wäsche sieht wunderschön aus, solange sie wirklich weiß ist. Genau da beginnt bei mir aber immer das gleiche Problem. Neue Handtücher, Bettwäsche oder ein weißes T-Shirt sehen am Anfang herrlich frisch aus, und nach einigen Monaten fragt man sich plötzlich, wann aus diesem schönen Weiß eigentlich dieses etwas traurige Grau geworden ist. Besonders schlimm finde ich es bei weißen Geschirrtüchern. Man wäscht sie regelmäßig, benutzt ein gutes Waschmittel und trotzdem sehen sie irgendwann aus, als hätten sie schon zehn Jahre in irgendeinem Küchenschrank gelegen.
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Früher habe ich deshalb ziemlich schnell zu stärkerem Waschmittel oder einem speziellen Weißwaschmittel gegriffen. Das funktioniert teilweise auch, aber irgendwann wollte ich nicht bei jeder Maschine noch ein zusätzliches Produkt benutzen. Außerdem habe ich gemerkt, dass besonders ältere Baumwollwäsche dadurch nicht unbedingt schöner wird. Sie riecht zwar frisch, aber das ursprüngliche helle Weiß kommt trotzdem nicht immer zurück.
Irgendwann habe ich dann einen alten Haushaltstrick ausprobiert, den wahrscheinlich viele noch von ihren Eltern oder Großeltern kennen: Natron. Keine komplizierte Mischung aus fünf Zutaten, sondern einfach Natron zusammen mit warmem Wasser und dem normalen Waschmittel.
Seitdem benutze ich es immer wieder, allerdings nicht bei jeder Wäsche und auch nicht wahllos bei jedem Stoff. Gerade bei weißen Handtüchern, Bettwäsche, Baumwollshirts und Geschirrtüchern kann es aber erstaunlich praktisch sein.
Das Wichtigste dabei ist für mich schon passiert, bevor die Waschmaschine überhaupt läuft: Weiße Wäsche wird wirklich nur mit Weißem gewaschen. Früher dachte ich manchmal, ein sehr hellgraues T-Shirt oder ein beigefarbenes Handtuch könne doch problemlos mit hinein. Einmal passiert natürlich nicht sofort etwas Dramatisches. Wenn man das aber ständig macht, verliert das Weiß langsam seine Klarheit.
Selbst Kleidungsstücke, die nicht sichtbar abfärben, können winzige Mengen Farbstoff abgeben. Mit jedem Waschgang summiert sich das ein bisschen. Irgendwann wirkt ein weißes Shirt dann nicht mehr richtig weiß, obwohl man keinen einzelnen Fleck erkennen kann.
Ich sammle deshalb weiße Baumwollsachen inzwischen separat. Erst wenn genügend zusammengekommen ist, läuft eine eigene Maschine.
Bei Hemden und T-Shirts schaue ich mir vor dem Waschen außerdem die Stellen an, die besonders schnell gelb oder grau werden. Das sind meistens der Kragen, der Bereich unter den Armen und manchmal die Ärmelenden. Bei Geschirrtüchern sind es natürlich Fett- und Essensflecken.
Solche Stellen einfach mit in die Maschine zu werfen und auf ein Wunder zu hoffen, funktioniert meiner Erfahrung nach nur selten.
Ich feuchte sie lieber vorher leicht an und gebe ein wenig normales Flüssigwaschmittel direkt auf den Fleck. Das lasse ich ungefähr zehn bis zwanzig Minuten einwirken. Stark reiben würde ich dabei nicht, besonders bei dünnen T-Shirts. Ein bisschen mit den Fingern einarbeiten reicht meistens vollkommen.
Und dann kommt das Natron ins Spiel.
So mache ich es bei normal vergrauter weißer Wäsche
Wenn die Wäsche eigentlich sauber ist, aber einfach nicht mehr richtig frisch und hell aussieht, gebe ich etwa 2 bis 3 Esslöffel Natron zusätzlich zum normalen Waschmittel.
Mehr ist nicht automatisch besser.
Das Waschmittel kommt ganz normal in das dafür vorgesehene Fach. Das Natron kann man je nach Maschine zum Waschmittel geben oder direkt in die Trommel streuen. Ich gebe es meistens direkt zur Wäsche.
Danach wird ganz normal nach Pflegeetikett gewaschen.
Bei robuster weißer Baumwolle sind 40 oder 60 Grad häufig möglich, aber ich schaue trotzdem immer auf das Etikett. Nur weil etwas weiß ist, bedeutet das nämlich nicht automatisch, dass es hohe Temperaturen verträgt. Moderne Shirts enthalten beispielsweise häufig Elasthan oder andere Fasern.
Bei weißen Handtüchern und robuster Bettwäsche nutze ich, sofern das Etikett es erlaubt, gerne 60 Grad. Da merkt man meiner Erfahrung nach auch den größten Unterschied.
Natron ersetzt dabei das Waschmittel nicht. Das ist ein Punkt, den ich anfangs falsch verstanden hatte. Es ist kein Zauberpulver, das allein sämtliche Flecken aus Kleidung zieht. Ich sehe es eher als Unterstützung für das normale Waschen.
Und auch nach einem einzigen Waschgang wird ein fünf Jahre altes, stark vergrautes Handtuch nicht plötzlich wieder aussehen wie frisch aus der Verpackung.
