Methode 1: Der Wassertest
Für diesen Test brauchen Sie lediglich ein ausreichend hohes Glas oder eine Schüssel mit kaltem Wasser.
Legen Sie das ungekochte Ei vorsichtig hinein und beobachten Sie, was passiert.
Das Ei liegt flach auf dem Boden:
Das spricht normalerweise für ein relativ frisches Ei. Die Luftkammer ist noch klein und das Ei besitzt wenig Auftrieb.
Das Ei steht am Boden zunehmend aufrecht:
Das Ei ist bereits älter. Seine Luftkammer hat sich vergrößert. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass es verdorben ist.
Das Ei steigt nach oben oder schwimmt:
Jetzt ist die Luftkammer bereits deutlich größer. Das Ei ist entsprechend älter und sollte vor einer Verwendung besonders sorgfältig geprüft werden.
Hier entsteht häufig das Missverständnis.
Im Internet liest man oft:
„Schwimmt das Ei, ist es faul.“
So einfach ist es nicht.
Der Wassertest zeigt hauptsächlich, wie groß die Luftkammer geworden ist. Er ist deshalb ein praktischer Frischetest, aber kein sicherer Verderbtest.
Wenn ein älteres Ei beim Wassertest auffällig ist, kommt deshalb die wichtigste Prüfung erst danach.
Methode 2: Das Ei einzeln aufschlagen
Dieser kleine Küchentrick kann einem eine Menge Ärger ersparen.
Wenn Sie bei einem Ei unsicher sind, schlagen Sie es niemals direkt in den Kuchenteig, die Pfanne oder eine große Schüssel mit anderen Zutaten.
Nehmen Sie stattdessen zunächst eine kleine separate Schale.
Schlagen Sie das Ei dort hinein und betrachten Sie es.
Bei einem sehr frischen Ei ist das Eiweiß häufig vergleichsweise kompakt und der Dotter sitzt schön gewölbt in der Mitte. Mit zunehmendem Alter kann das Eiweiß dünnflüssiger werden und stärker auseinanderlaufen.
Auch das ist zunächst ein Hinweis auf das Alter und nicht automatisch auf Verderb.
Jetzt kommt jedoch der entscheidende Punkt:
Riechen Sie am aufgeschlagenen Ei.
Ein verdorbenes Ei entwickelt normalerweise einen deutlich unangenehmen Geruch. Ist etwas am Geruch oder Aussehen offensichtlich ungewöhnlich, sollte das Ei entsorgt werden.
Gerade deshalb ist die separate Schüssel so praktisch.
Stellen Sie sich vor, Sie backen einen Kuchen und haben bereits Mehl, Zucker, Butter und mehrere Eier vermischt. Das letzte Ei ist verdorben – und plötzlich muss möglicherweise die gesamte Mischung weg.
Mit einer kleinen Extraschüssel lässt sich das leicht vermeiden.
