Zutaten:
1 Liter heißes Wasser
etwa 1 bis 2 Teelöffel Natron
eine Gießkanne oder Sprühflasche
Das Natron wird in das warme Wasser gegeben und so lange verrührt, bis es sich möglichst vollständig aufgelöst hat.
Anschließend lässt man die Flüssigkeit etwas abkühlen. Sie sollte bei der Verwendung nicht mehr kochend heiß sein.
Nun kann man die Lösung vorsichtig direkt auf die unerwünschten Pflanzen geben.
Dabei gilt: lieber wenig und gezielt als große Mengen über die gesamte Fläche verteilen.
Der richtige Zeitpunkt macht einen Unterschied
Besonders sinnvoll ist die Behandlung bei jungen Pflanzen.
Je kleiner das Unkraut noch ist, desto leichter lässt es sich bekämpfen. Ein großer Löwenzahn mit kräftiger Pfahlwurzel wird sich durch eine einmalige Behandlung kaum dauerhaft beeindrucken lassen.
Am besten wählt man einen trockenen Tag. Direkt vor einem starken Regenschauer wäre die Anwendung wenig sinnvoll, weil die Lösung schnell abgewaschen und verteilt wird.
Nach einigen Tagen kann man kontrollieren, wie sich die Pflanze entwickelt hat.
Vertrocknete Pflanzenreste sollten anschließend vollständig aus der Fuge entfernt werden.
Bei hartnäckigem Unkraut reicht Natron allein nicht immer
Die Methode ist kein Wundermittel.
Vor allem mehrjährige Wildkräuter können tief reichende Wurzeln besitzen. Selbst wenn der oberirdische Teil abstirbt, kann aus der Wurzel erneut eine Pflanze entstehen.
Dann hilft häufig nur das klassische Entfernen.
Mit einem Fugenkratzer oder einem schmalen Unkrautstecher lässt sich die Wurzel möglichst vollständig herausziehen. Besonders einfach geht das nach einem Regenschauer, weil der Boden dann weicher ist.
Wer regelmäßig kleine Pflanzen entfernt, erspart sich später deutlich mehr Arbeit.
Vorsicht neben Blumen und Gemüse
Hier liegt der wichtigste Punkt bei dieser Methode.
Natron sollte nicht großzügig im Beet verteilt werden.
Wenn sich beispielsweise ein Unkraut direkt neben einer Tomatenpflanze, Rose oder einem anderen Gewächs befindet, ist mechanisches Entfernen meistens die bessere Wahl.
Auch größere Mengen Natron im Boden sind nicht sinnvoll. Sie können die Bodenbedingungen verändern und dadurch Pflanzen beeinträchtigen.
Die Methode eignet sich deshalb eher für gezielte Anwendungen in einzelnen Fugen als für den kompletten Garten.
Kochendes Wasser als einfache Alternative
Eine weitere häufig genutzte Methode ist heißes Wasser.
Wer beispielsweise Wasser vom Kochen übrig hat, kann es nach Möglichkeit gezielt über Unkraut in Pflasterfugen geben. Die Hitze schädigt die Pflanzenzellen und lässt das Grün häufig innerhalb kurzer Zeit zusammenfallen.
Auch hier muss man vorsichtig arbeiten, denn heißes Wasser beschädigt selbstverständlich ebenfalls jede andere Pflanze, mit der es in Kontakt kommt.
Bei einzelnen Fugen kann diese Methode jedoch praktisch sein.
Warum Ausreißen trotzdem eine der besten Methoden bleibt
So verlockend Haushaltsmittel auch sein mögen: Bei wenigen Pflanzen ist das klassische Jäten häufig die einfachste Lösung.
Wichtig ist lediglich, die Wurzel möglichst vollständig zu entfernen.
Greift man nur die Blätter und reißt sie ab, bleibt ein Teil der Pflanze im Boden. Einige Tage später beginnt sie erneut auszutreiben.
Ein kleiner Fugenkratzer kostet nicht viel und kann jahrelang verwendet werden.
Wer nach Regen arbeitet, bekommt viele Pflanzen überraschend leicht aus den Fugen.
So kommt das Unkraut langsamer zurück
Nach dem Entfernen sollte man die Fugen nicht unbedingt einfach sich selbst überlassen.
Lose Erde und Pflanzenreste können mit einer Bürste entfernt werden. Dadurch haben neue Samen weniger Material, in dem sie keimen können.
Je sauberer und dichter die Fugen sind, desto schwieriger wird es für neue Pflanzen.
Bei größeren gepflasterten Flächen kann außerdem geprüft werden, ob die Fugen teilweise ausgespült sind. Fehlendes Fugenmaterial lässt sich gegebenenfalls ergänzen.
Dadurch sieht die Fläche nicht nur gepflegter aus, sondern neue Pflanzen können sich auch schlechter festsetzen.
Der 60-Cent-Trick hat also seine Grenzen
Die Überschrift klingt natürlich verlockend: Ein günstiges Mittel aus dem Haushalt und das Problem ist erledigt.
Ganz so einfach ist es nicht.
Natron kann bei einzelnen kleinen Unkräutern hilfreich sein, sollte aber nicht flächendeckend im Garten verteilt werden. Besonders in Beeten oder unmittelbar neben erwünschten Pflanzen ist Zurückhaltung wichtig.
Für Pflasterfugen ist meistens eine Kombination am sinnvollsten:
Junge Pflanzen früh entfernen, Fugen sauber halten und nur bei Bedarf punktuell mit einem geeigneten Hausmittel nachhelfen.
So braucht man häufig weder große Mengen spezieller Produkte noch stundenlange Arbeit.
Und manchmal sind tatsächlich die einfachen Lösungen diejenigen, die man längst im Küchenschrank stehen hat.
