Zubereitung
Zuerst wird das Fleisch vorbereitet. Der Rinderbraten sollte möglichst trocken getupft werden, damit er später beim Anbraten eine schöne Kruste bekommt.
In einer großen Pfanne erhitze ich etwas Öl und brate das Fleisch von allen Seiten kräftig an. Dieser Schritt ist wichtig, denn dadurch entstehen die typischen Röstaromen, die dem Gericht später seinen intensiven Geschmack geben.
Sobald der Braten rundherum eine goldbraune Kruste hat, wird er in den Slow Cooker gelegt.
Nun schneide ich die Zwiebel, Karotten und den Knoblauch grob und verteile alles um das Fleisch herum.
In einer kleinen Schüssel verrühre ich Rinderbrühe, Tomatenmark und Senf. Diese Mischung gieße ich anschließend über den Braten.
Zum Schluss kommen Gewürze, Lorbeerblatt und Kräuter dazu.
Der Deckel wird geschlossen und der Slow Cooker arbeitet nun mehrere Stunden bei niedriger Temperatur.
Während dieser Zeit passiert etwas Faszinierendes im Fleisch.
Die Muskelfasern beginnen langsam weich zu werden. Das im Fleisch enthaltene Kollagen – eine Form von Bindegewebe – wandelt sich durch die Hitze in Gelatine um.
Genau dieser Prozess macht einen langsam geschmorten Braten so unglaublich zart.
Nach etwa sechs bis acht Stunden ist das Fleisch so weich, dass es sich fast von selbst auseinanderziehen lässt.
Und genau in diesem Moment können diese weißen fadenartigen Strukturen sichtbar werden.
Warum diese weißen „Fäden“ im Fleisch erscheinen
Das Geheimnis liegt im Bindegewebe des Fleisches.
Rindfleisch besteht nicht nur aus Muskelfasern. Zwischen diesen Fasern befindet sich eine Struktur aus Kollagen, die das Gewebe zusammenhält.
Beim langsamen Garen passiert Folgendes:
Die Hitze löst das Kollagen langsam auf. Es verwandelt sich in Gelatine und lockert dabei die Struktur des Fleisches.
Während dieses Prozesses können einzelne Fasern sichtbar werden, die weiß oder leicht durchsichtig erscheinen.
Diese sehen manchmal aus wie kleine Fäden oder Würmchen – sind aber nichts anderes als aufgelöstes Bindegewebe.
Gerade bei Fleischstücken wie:
Chuck Roast
Rinderbrust
Schmorbraten
tritt dieser Effekt besonders häufig auf.
Denn diese Stücke enthalten von Natur aus viel Kollagen.
Wie man echten Befall von normaler Fleischstruktur unterscheidet
Der Unterschied ist eigentlich leicht zu erkennen.
Normales Bindegewebe:
• weich
• gelartig
• zerfällt leicht mit der Gabel
• hat keinen eigenen Geruch
Parasiten hingegen würden völlig anders aussehen.
Sie wären deutlich strukturiert, beweglich oder hätten eine feste Form.
Außerdem gilt: Wenn Fleisch mehrere Stunden über 70–80 Grad gegart wurde, können Parasiten nicht überleben.
Deshalb sind solche Fäden fast immer harmlos.

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