13.10.2026
doch danach änderte sich alles

doch danach änderte sich alles


So schnell kann’s gehen: Von schönen Bäumen zu leerem Platz… und was dann?

Manchmal passieren so Sachen, auf die ist man echt nicht vorbereitet. Das war so ein Dienstag, ganz unspektakulär. Plötzlich ging alles ganz schnell! Ich sage euch ehrlich, ich hätte nie gedacht, dass mich so was mal umhaut.

Also… Ich krieg einen Anruf von meiner Schwester, ganz ruhig, aber ich hab direkt gespürt: Da stimmt was gar nicht. Ich also schnell ins Auto – ich weiß nicht mal, wie ich gefahren bin – und Zuhause angekommen fast nen Schock bekommen. Sechs (!) Bäume einfach weg. Einfach so. Nichts mehr da, nur kahle Stümpfe. Das war keine Natur – das war richtig mit Absicht gefällt und abtransportiert.

Die standen da seit Ewigkeiten. Mein Papa hat die damals selbst gepflanzt. Und ehrlich – für uns war das nie nur Grünzeug, sondern irgendwie auch Familie, Schutz, ein Stück Kindheit. Im Sommer immer schön Schatten, das Rascheln, und man hatte seine kleine eigene Ecke. Und zack: alles weg. Wegen “besserer Aussicht” für die Nachbarn am Hang, wie sich schnell rumgesprochen hat. Ganz offen, mir hat das so wehgetan, ich war richtig fassungslos.

Ich stand also zwischen den Stümpfen und hab wirklich geschluckt. Dann ist mir erst mal klar geworden: Ohne unsere Einfahrt geht da oben am Hügel gar nix. Die Straße verläuft nur über unser Grundstück – und ohne uns kommt da niemand durch. Da hab ich Nägel mit Köpfen gemacht: Abends das große Tor zu. Am nächsten Tag – absolute Ruhe. Keine Autos, kein Lieferdienst, niemand. Plötzlich wollten alle reden. Manche ganz freundlich, andere schon eher bissl pampig. Ich bin aber cool geblieben. Die Straße bleibt dicht, hab ich gesagt.

Plötzlich war klar – ohne Bäume keine Durchfahrt. Diskussion gab’s erst, und dann haben alle verstanden, dass es so nicht weitergeht. Ich hab gesagt: Gibt neue Bäume, richtige, große, keine Miniplanzen und erst dann geht überhaupt was. Anfangs kam noch “Das braucht eh Jahre!”, aber mir ging’s um Respekt, nicht nur um Ersatz.

Nach ein paar Monaten war es soweit: Laster rollen an, große Bäume mit Kran in die Erde, einer nach dem anderen. Und ich schwöre, als ich dabei stand – war das erste Mal wieder richtig ruhig in mir.