13.10.2026

Mein Mann und die Kinder sagen: „Das ist jetzt unser neues Lieblingsessen!“ – und ich nur: „Na perfekt, dann könnt ihr es ja auch mal selber machen!“

Es gibt Rezepte, die entdeckt man durch Zufall, und dann fragt man sich, warum man sie nicht schon viel früher kannte. Genau so war es bei mir mit dem Hashbrown-Auflauf, den man aus den USA kennt und der dort zu fast jeder Familienfeier, zu Feiertagen oder bei Potlucks serviert wird. Ich erinnere mich noch genau, wie ich dieses Gericht das erste Mal gegessen habe – und zwar nicht etwa in Amerika selbst, sondern bei einer Freundin, die ein paar Jahre dort gelebt hatte. Sie lud mich zum Abendessen ein, es war ein kalter Herbstabend, und auf dem Tisch stand dieser dampfende Auflauf, golden überbacken, mit einer knusprigen Schicht und einem Duft, der sofort die ganze Küche erfüllte. Ich dachte erst: „Na gut, Kartoffeln und Käse, das kenne ich ja schon.“ Aber als ich den ersten Löffel probierte, war klar: das ist etwas ganz anderes. Cremig, herzhaft, leicht knoblauchig, mit einer knusprigen Kruste, die beim Aufbrechen dieses unvergleichliche Knacken erzeugt.

Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2

Von diesem Moment an wollte ich wissen, wie man das macht. Und siehe da: es ist viel einfacher, als man denkt. Eigentlich braucht man nur ein paar einfache Zutaten – geriebene Kartoffeln (die berühmten Hashbrowns, die man in Deutschland am ehesten mit Rösti oder Reibekuchen vergleichen kann), etwas Schmand oder saure Sahne, eine Dose Cremesuppe (in Deutschland nimmt man da gern einfach Crème fraîche oder Kochsahne mit Brühe gemischt), ordentlich Käse und ein paar Gewürze. Oben drauf kommt dann eine knusprige Schicht, klassisch aus zerdrückten Cornflakes mit Butter. Klingt ungewöhnlich, aber genau das macht den Reiz aus: unten cremig-weich, oben knusprig-goldbraun.

Ich habe den Hashbrown-Auflauf mittlerweile unzählige Male gemacht, für Familie, Freunde, Geburtstage, und jedes Mal war die Schüssel ratzfatz leer. Besonders Kinder lieben ihn, aber auch Erwachsene nehmen immer noch eine zweite Portion, selbst wenn sie eigentlich schon satt sind. Man kann ihn als Beilage servieren, zum Beispiel zu Braten, Würstchen oder einem einfachen grünen Salat. Aber oft reicht er auch als Hauptgericht – so reichhaltig und sättigend ist er.

Und das Beste: man kann ihn vorbereiten! Ich habe schon oft die ganze Mischung am Vormittag fertiggestellt, die Auflaufform abgedeckt in den Kühlschrank gestellt und dann am Abend einfach in den Ofen geschoben. Gerade wenn Besuch kommt, ist das Gold wert, weil man nicht in der Küche steht, während die Gäste schon da sind.

Zutaten für 6–8 Portionen

Für den Auflauf:

  • 850 g tiefgekühlte, geriebene Kartoffeln (aufgetaut) oder frisch geriebene Kartoffeln
  • 200 g saure Sahne oder Schmand
  • 1 Dose Cremesuppe (z. B. Hühnersuppe, alternativ Pilzcremesuppe oder selbstgemacht aus Brühe & Sahne)
  • 200 g geriebener Cheddar oder Gouda (plus etwas mehr zum Bestreuen)
  • 1 kleine Zwiebel, gewürfelt (optional)
  • ½ TL Knoblauchpulver
  • Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack

Für das Topping:

  • 80 g Cornflakes, grob zerdrückt
  • 60 g Butter, geschmolzen