Es gibt Gerichte, die uns sofort an Sonne, Sommer und ein Stückchen mediterrane Leichtigkeit erinnern, auch wenn wir sie mitten im grauen Herbst oder im tiefsten Winter kochen. Für mich gehört das Rezept von Hähnchenbrustfilet mit Tomate und Mozzarella überbacken genau in diese Kategorie. Es ist ein Rezept, das ich zufällig entdeckte, als ich eines Tages nicht wusste, was ich aus ein paar Hähnchenbrustfilets im Kühlschrank zaubern sollte. Ursprünglich wollte ich einfach nur Hähnchen anbraten und vielleicht mit einer kleinen Beilage servieren, aber dann fiel mir ein Rest Mozzarella auf, den ich noch im Kühlschrank hatte, und daneben lagen zwei Tomaten, die dringend gegessen werden mussten. Das brachte mich sofort auf die Idee: Warum nicht einfach die Aromen Italiens einfangen und daraus ein Gericht machen, das so simpel wie raffiniert ist?
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Ich erinnere mich noch an diesen ersten Versuch: Ich war ein wenig unsicher, ob das Fleisch trocken werden würde oder ob der Mozzarella wirklich so schön zerschmelzen würde, wie ich es mir vorgestellt hatte. Doch als ich die Hähnchenbrust aus dem Ofen holte, den Duft von gebackenem Käse, frischem Basilikum und warmen Tomaten in der Nase hatte und das erste Stück probierte, wusste ich, dass ich ein neues Lieblingsgericht gefunden hatte. Seitdem habe ich dieses Rezept bestimmt schon zwanzig Mal gekocht – manchmal nur für mich, manchmal für die Familie, manchmal sogar für Gäste. Und jedes Mal sorgt es für zufriedene Gesichter und ein wohliges Gefühl am Esstisch.
Gerade in unserer hektischen Zeit ist dieses Gericht so wertvoll, weil es einerseits unglaublich einfach und schnell geht und andererseits doch das Gefühl vermittelt, etwas Besonderes auf dem Teller zu haben. Kein kompliziertes Menü, keine exotischen Zutaten, sondern ganz normale Lebensmittel, die fast jeder im Haus hat, wenn nicht, sind sie im nächsten Supermarkt problemlos erhältlich. Und genau diese Einfachheit macht das Rezept auch für eine breite Leserschaft interessant: Es passt für den Feierabend, es passt für ein romantisches Dinner, es passt für ein Familienessen, und es passt sogar, wenn man mal Gäste beeindrucken möchte, ohne stundenlang in der Küche zu stehen.
Damit ihr dieses Rezept genauso lieben lernt wie ich, hier die Zutaten, die ihr unbedingt braucht, alles schön übersichtlich im Stolbik notiert, so wie es in Oma-Rezepten auch immer war.
Zutaten:
4 Hähnchenbrustfilets
Salz nach Geschmack
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2 Esslöffel Olivenöl
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
4 reife Tomaten, in Scheiben geschnitten
200 g Mozzarella, in Scheiben geschnitten
ein paar Blätter frischer Basilikum
Balsamico-Glasur (optional, aber empfehlenswert)
Man könnte fast sagen, dass die Zutatenliste so kurz und simpel ist, dass man sie ohne Weiteres im Kopf behalten kann. Aber genau das ist das Schöne: Es braucht keine fünfzehn Gewürze, keine stundenlangen Marinaden, keine komplizierten Schritte – nur gutes Hähnchen, frische Tomaten und Mozzarella, und schon entsteht ein Gericht, das aussieht, als hätte man dafür ein italienisches Kochbuch zur Hand genommen.
Die Zubereitung ist ebenso unkompliziert, und trotzdem möchte ich sie Schritt für Schritt so erzählen, dass man die Magie beim Kochen richtig miterleben kann. Ich starte immer damit, dass ich die Hähnchenbrustfilets gründlich abwasche und mit Küchenpapier trocken tupfe. Das klingt banal, aber es ist wichtig, damit das Fleisch beim Braten wirklich schön Farbe bekommt. Ich würze sie dann großzügig mit Salz und Pfeffer, manchmal reibe ich auch eine winzige Spur Paprikapulver darüber, wenn ich Lust auf eine leichte zusätzliche Würze habe.
Dann erhitze ich in einer großen Pfanne zwei Esslöffel Olivenöl. Das Öl darf nicht zu heiß sein, sonst verbrennt der Knoblauch später, aber es sollte schon richtig schön warm sein, damit das Fleisch sofort zu brutzeln beginnt. In diese Pfanne lege ich die Hähnchenfilets und brate sie von beiden Seiten scharf an. Das dauert jeweils nur zwei bis drei Minuten, aber genau dieser Schritt ist entscheidend, damit sich außen eine goldbraune Kruste bildet, die später unter dem Käse noch einmal besonders appetitlich aussieht. Gleichzeitig bleibt das Fleisch innen schön saftig.
Während die Filets braten, gebe ich die gehackten Knoblauchzehen dazu. Sofort entfaltet sich dieser unvergleichliche Duft von Knoblauch in heißem Olivenöl, der fast schon alleine ausreichen würde, um den ganzen Raum zu füllen und den Appetit zu wecken. Man muss hier nur aufpassen, dass der Knoblauch nicht zu dunkel wird, sonst schmeckt er bitter. Einmal kurz durchschwenken reicht völlig.
Inzwischen heize ich den Backofen auf etwa 180 bis 200 Grad vor. Das ist die Temperatur, die ideal ist, damit der Käse gleichmäßig schmilzt und die Tomaten schön weich werden, ohne dass sie zu sehr zerfallen. Die angebratenen Hähnchenfilets lege ich dann in eine Auflaufform, die ich vorher leicht mit Öl bepinselt habe. Nun kommt die nächste Schicht: die Tomatenscheiben. Ich achte darauf, dass jede Hähnchenbrust vollständig bedeckt ist, fast wie ein kleiner Tomatenmantel. Dann lege ich die Mozzarellascheiben obendrauf, und schon sieht das Ganze aus wie ein Mini-Gratin.
