Quark-Rührkuchen – allein beim Gedanken daran läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich das erste Mal auf dieses Rezept gestoßen bin. Es war ein verregneter Nachmittag, draußen prasselte der Regen gegen die Fenster, und ich wollte unbedingt etwas Süßes backen, das nicht zu kompliziert ist, aber die ganze Wohnung mit einem herrlichen Duft erfüllt. Quark hatte ich noch im Kühlschrank, Mehl, Zucker, Eier sowieso, und so entstand die Idee, einen einfachen Quark-Rührkuchen auszuprobieren. Ich hätte damals nicht gedacht, dass er so unglaublich saftig und locker wird, dass selbst mein kritischer Mann meinte: „Mach den bitte öfter!“ Seitdem gehört dieses Rezept zu meinen absoluten Klassikern, und ich habe es schon unzählige Male abgewandelt, verfeinert und weitergegeben.
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Das Schöne an diesem Kuchen ist seine unkomplizierte Art. Man muss keine stundenlange Vorbereitung einplanen, keine komplizierten Schritte beachten. Alles wird nach und nach in eine Schüssel gegeben, kräftig verrührt, in die Form gefüllt und ab in den Ofen. Während der Kuchen bäckt, breitet sich der Duft von Butter, Quark und Vanille aus, und man spürt dieses warme Gefühl, das man sonst nur von Oma kennt, wenn sie Kuchen gebacken hat. Es ist dieser Hauch von Geborgenheit, der aus einem simplen Rührteig etwas ganz Besonderes macht.
Zutaten:
230 g Zucker
5 Eier
1 Päckchen Vanillezucker
220 g Margarine oder Butter
320 g Quark
300 g Mehl
5 TL Backpulver
Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung:
Zuerst den Zucker, den Vanillezucker, die Eier und die Margarine schaumig schlagen, bis eine helle, cremige Masse entsteht. Danach den Quark unterrühren, sodass der Teig noch geschmeidiger wird. Mehl und Backpulver vermischen und nach und nach unter den Teig heben, bis alles gleichmäßig verbunden ist. Den Teig in eine gefettete und bemehlte Kastenform geben und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze etwa 50–60 Minuten backen. Sobald der Kuchen goldbraun ist und der Stäbchentest sauber herauskommt, herausnehmen und auskühlen lassen. Zum Schluss mit etwas Puderzucker bestäuben – fertig ist der Klassiker.
Aber ehrlich gesagt: So einfach das Grundrezept auch ist, genauso spannend wird es, wenn man ein bisschen kreativ wird. Ich habe schon Beeren untergehoben, Äpfel in dünnen Scheiben auf den Teig gelegt oder den Kuchen mit Schokostückchen verfeinert. Jede Variante hat ihren eigenen Charme. Besonders beliebt ist bei uns die Zitronen-Variante, bei der ich die Schale einer Bio-Zitrone in den Teig reibe und ein paar Tropfen Zitronensaft dazugebe. Dadurch wird der Kuchen frisch, leicht und sommerlich – perfekt für heiße Nachmittage auf der Terrasse. Im Winter dagegen greife ich gerne zu etwas Zimt oder Spekulatiusgewürz, was dem Kuchen eine herrlich weihnachtliche Note verleiht.
Und dann gibt es natürlich noch die kleinen Missgeschicke, die aber meistens mit Humor enden. Einmal habe ich vergessen, Backpapier in die Form zu legen, und der Kuchen wollte einfach nicht raus. Ich musste die Form fast auseinandernehmen, aber am Ende saßen wir lachend am Tisch, haben die Stücke direkt aus der Form gelöffelt und uns geschworen, dass es beim nächsten Mal besser klappt. Solche Geschichten machen das Backen doch erst lebendig, oder?
Der Quark-Rührkuchen ist außerdem ein echter Retter, wenn sich spontan Besuch ankündigt. Man hat fast immer die nötigen Zutaten zu Hause, und während der Kuchen im Ofen backt, bleibt genug Zeit, die Küche aufzuräumen oder den Tisch zu decken. Und wenn die Gäste dann hereinkommen und sofort diesen Duft riechen, dann weiß man: Das war die richtige Entscheidung.
