Ich erinnere mich noch genau an den Nachmittag, an dem ich zum ersten Mal diesen Salat gemacht habe. Es war einer dieser warmen, goldenen Spätsommertage, an denen die Sonne alles in ein sanftes Licht taucht und man das Gefühl hat, die Zeit steht ein bisschen still. Eigentlich hatte ich gar nicht vor, etwas Besonderes zu kochen. Ich wollte nur „irgendetwas Schnelles“, weil mein Mann von der Arbeit kam, die Kinder draußen mit den Nachbarskindern spielten, und ich ehrlich gesagt keine große Lust auf lange Küchensitzungen hatte.
Zutaten & Zubereitung
Zutaten und Anleitung auf Seite 2
Aber dann fiel mir beim Aufräumen ein altes Rezeptheft in die Hände – so ein dünnes, fast schon vergilbtes Ding aus einer Zeit, in der man noch Rezepte von Hand abgeschrieben hat oder aus Zeitschriften sammelte. Zwischen zwei Seiten klemmte ein loser Zettel. Darauf stand: “Radieschen-Käse-Salat – sättigend, sommerlich, schnell!” Der Titel hat mich sofort angesprochen. Ich weiß nicht, wer es aufgeschrieben hatte – vielleicht meine Tante Helga oder meine Schwiegermutter. Der Name klang vertraut, und gleichzeitig hatte ich keine konkrete Erinnerung daran, ihn je probiert zu haben.
Ich habe also in den Kühlschrank geschaut – und siehe da: Ich hatte fast alles da.
Die Zutaten – mehr als nur eine Mischung
Was ich an diesem Rezept liebe, ist seine Bodenständigkeit. Keine exotischen Zutaten, kein Hokuspokus. Alles ist einfach und greifbar:
- 500 g Gouda, in feine Stifte geschnitten – für die cremige, milde Käsenote.
- 500 g Schinkenwurst, ebenfalls in Stifte – gibt dem Salat Herzhaftigkeit und macht satt.
- Ein Bund Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten – sorgt für Frische und einen kleinen Schärfekick.
- Ein Bund Radieschen, geputzt und in Stifte geschnitten – knackig, leicht scharf, einfach Sommer pur.
- 3 große Gewürzgurken, ebenfalls in Stifte – bringen Süße und Säure mit.
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Für die Marinade:
- 3 EL geschmacksneutrales Öl
- 3 EL weißer Essig
- 150 ml Gurkenflüssigkeit
- Etwas Zucker, Salz und Pfeffer
Als ich alles vorbereitet hatte, roch es schon frisch und appetitlich – wie in einem guten Wirtshaus auf dem Land. Ich rührte die Marinade zusammen, kostete kurz, und dachte: Das ist viel besser, als ich erwartet hätte.
Ich habe alles in eine große Schüssel gegeben, vorsichtig vermengt und abgedeckt in den Kühlschrank gestellt. Die Empfehlung lautete: mindestens zwei Stunden ziehen lassen – aber ich habe es ehrlich gesagt keine dreißig Minuten ausgehalten, bis ich mir die erste Gabel gegönnt habe.Und was soll ich sagen? Ich war begeistert.
