13.10.2026

Hitzewelle in Deutschland: Die Hitze ist da – und die Trockenheit verschärft die Lage

Noch vor einigen Monaten klang es wie eine dieser Wetterwarnungen, bei denen man sich fragt, ob es am Ende wirklich so schlimm kommen wird. Im Winter standen viele morgens noch mit Eiskratzer am Auto, und gleichzeitig wurde bereits darüber diskutiert, was der Sommer 2026 bringen könnte.

Heute, Mitte August, sieht die Situation völlig anders aus.

Deutschland erlebt erneut sehr heißes Sommerwetter, und in vielen Regionen kommt ein zweites Problem hinzu: anhaltende Trockenheit. Der Deutsche Wetterdienst berichtet Anfang August von ungewöhnlich stark ausgetrockneten Böden in Teilen Deutschlands. Geringe Niederschläge und eine hohe Verdunstung während sonniger und heißer Perioden haben die Situation über Monate verschärft.

Damit ist aus der Frage „Kommt ein heißer Sommer?“ längst eine andere geworden:

Wie lange hält die aktuelle Hitze noch an – und was bedeutet sie für unseren Alltag?

Deutschland schwitzt

Wer in diesen Tagen nach draußen geht, braucht häufig kein Thermometer, um zu merken, wie belastend die Wetterlage sein kann.

Schon am Vormittag heizen sich Straßen und Gebäude auf. Wohnungen unter dem Dach werden unangenehm warm, und in dicht bebauten Innenstädten bleibt die Wärme teilweise bis weit in die Nacht erhalten.

Der Deutsche Wetterdienst beschreibt beispielsweise für Hessen am 13. August sonniges und sehr heißes Sommerwetter. Gleichzeitig bestehen regional amtliche Wetterwarnungen.

Doch die Temperaturen allein erzählen nur einen Teil der Geschichte.

Die Trockenheit wird zum zweiten großen Problem

Wochen mit wenig Regen hinterlassen deutliche Spuren.

Der DWD berichtete am 6. August, dass die Böden in Teilen Deutschlands ungewöhnlich stark ausgetrocknet sind. Einen Tag später erläuterten die Meteorologen, dass monatelang geringe Niederschläge zusammen mit hoher Verdunstung während sonniger und heißer Perioden zu dieser Situation geführt haben.

Das betrifft nicht nur den eigenen Garten.

Trockene Böden belasten Pflanzen und Landwirtschaft, erhöhen regional die Waldbrandgefahr und können zusammen mit niedrigen Wasserständen weitere Folgen haben.

Auch Städte und Gemeinden beschäftigen sich inzwischen verstärkt mit der Wasserversorgung. Anfang August forderte der Deutsche Städte- und Gemeindebund angesichts von Hitze, trockenen Böden und Niedrigwasser zusätzliche Anstrengungen von Bund und Ländern.

Warum trockener Boden Hitze zusätzlich verstärken kann

Hier passiert etwas Interessantes.

Feuchter Boden kann einen Teil der eintreffenden Energie für die Verdunstung von Wasser verwenden. Ist kaum noch Feuchtigkeit vorhanden, fällt dieser kühlende Effekt geringer aus.

Stark vereinfacht bedeutet das:

Trockener Boden + intensive Sonneneinstrahlung können die Erwärmung zusätzlich begünstigen.

Deshalb beobachten Meteorologen Bodenfeuchte und Trockenheit so genau.