2. Sehr dunkles Marineblau
Marineblau gilt häufig als die etwas weichere Alternative zu Schwarz. Doch besonders dunkle Varianten können ähnlich wirken.
Ist das Blau beinahe schwarz, entsteht rund um das Gesicht erneut ein starker Kontrast. Bei einigen Hauttönen sieht das ausgesprochen elegant aus, bei anderen wirkt das Gesicht daneben weniger lebendig.
Interessant wird es deshalb, verschiedene Blautöne direkt miteinander zu vergleichen.
Statt eines fast schwarzen Marineblaus können beispielsweise ein klareres Mittelblau, Königsblau oder ein etwas helleres Dunkelblau ausprobiert werden.
Schon kleine Unterschiede im Farbton können überraschend viel ausmachen.
3. Sehr blasse Pastelltöne
Rosa, Hellblau, Flieder oder Mint wirken zunächst wunderbar frisch und sommerlich. Trotzdem ist Pastell nicht automatisch für jeden Teint die beste Wahl.
Liegt die Farbe sehr nah am eigenen Hautton oder besitzt sie nur wenig Kontrast, können Gesicht und Kleidung optisch miteinander verschwimmen.
Dann hilft häufig eine etwas kräftigere Variante derselben Farbfamilie.
Aus einem sehr blassen Rosa kann beispielsweise ein klareres Altrosa oder Himbeerrosa werden. Statt extrem hellem Blau kann ein etwas satteres Himmel- oder Mittelblau ausprobiert werden.
So bleibt der grundsätzlich sanfte Charakter erhalten, während das Gesicht stärker eingerahmt wird.
4. Mattes Khaki
Khaki ist praktisch, zeitlos und besonders im Herbst beliebt. Trotzdem gehört es zu den Farben, bei denen der Unterton eine entscheidende Rolle spielt.
Manche Khakitöne enthalten viel Grau, Braun oder Gelb. Befindet sich eine solche Farbe unmittelbar neben dem Gesicht, kann sie bei bestimmten Hauttönen weniger frisch wirken.
Auch hier muss niemand auf Khaki verzichten.
Eine khakifarbene Hose oder ein Rock befindet sich weit genug vom Gesicht entfernt und lässt sich hervorragend mit einer anderen Oberteilfarbe kombinieren.
Wer Khaki als Jacke trägt, kann mit einem helleren Schal oder einem farbigen Oberteil zusätzlichen Kontrast schaffen.
5. Beige und hautähnliche Brauntöne
Beige gehört zu den großen Klassikern und kann ausgesprochen elegant aussehen. Problematisch wird es vor allem dann, wenn der Farbton der Kleidung dem eigenen Hautton sehr ähnlich ist.
Fehlt der Kontrast, kann das Gesicht optisch weniger Kontur bekommen.
Die Lösung besteht nicht unbedingt darin, Beige zu vermeiden, sondern das richtige Beige zu finden.
Creme, Camel, Taupe, Sand und warmes Beige können am selben Menschen vollkommen unterschiedlich aussehen. Deshalb lohnt es sich, mehrere Varianten direkt vor dem Spiegel miteinander zu vergleichen.
Auch eine Kombination aus Beige und einer kräftigeren Farbe kann hervorragend funktionieren.
Der Spiegeltest dauert nur wenige Sekunden
Wer wissen möchte, welche Farben wirklich schmeicheln, braucht keine komplizierten Regeln.
Stellen Sie sich bei Tageslicht vor einen Spiegel und halten Sie nacheinander verschiedene Kleidungsstücke unmittelbar unter Ihr Gesicht.
Beobachten Sie dabei nicht zuerst die Kleidung, sondern Ihr Gesicht.
Wirkt der Teint gleichmäßiger und lebendiger? Fallen die Augen stärker auf? Oder wirken Schatten und Rötungen plötzlich deutlicher?
Der Unterschied zwischen zwei ähnlichen Farbtönen kann erstaunlich groß sein.
Das Alter allein entscheidet nicht
Die Aussage „Diese Farbe darf man ab 50 nicht mehr tragen“ ist letztlich viel zu pauschal.
Eine 55-jährige Frau kann in Schwarz fantastisch aussehen, während derselbe Farbton einer anderen Person weniger schmeichelt. Entscheidend sind individuelle Merkmale und nicht die Zahl im Ausweis.
Deshalb sollten solche Farbempfehlungen eher als Anregung verstanden werden.
Probieren Sie Schwarz, Marineblau, Pastell, Khaki und Beige einmal bewusst direkt am Gesicht aus und vergleichen Sie sie mit helleren oder kräftigeren Alternativen.
