Ein Reifen sollte immer auch gute Sicherheitseigenschaften besitzen und zum Fahrzeug sowie zu den üblichen Fahrbedingungen passen.
Ein häufiger Fehler kann den Verbrauch zusätzlich erhöhen
Selbst ein besonders effizienter Reifen kann seine Vorteile teilweise verlieren, wenn er mit einem ungeeigneten Luftdruck gefahren wird.
Ein zu niedriger Reifendruck führt dazu, dass sich der Reifen stärker verformt. Dadurch können Rollwiderstand, Kraftstoffverbrauch und Reifenverschleiß zunehmen.
Außerdem kann ein deutlich zu niedriger Luftdruck die Fahrsicherheit beeinträchtigen.
Deshalb lohnt es sich, den Reifendruck regelmäßig bei kalten Reifen zu kontrollieren.
Die richtigen Werte stehen häufig auf einem Aufkleber im Türrahmen, an der Tankklappe oder in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs.
Dabei sollte man nicht einfach den maximal zulässigen Druck verwenden, der auf der Reifenflanke angegeben ist. Entscheidend sind die Vorgaben des Fahrzeugherstellers.
Sind breitere Reifen automatisch schlechter?
Breitere Reifen werden häufig mit einem höheren Kraftstoffverbrauch in Verbindung gebracht.
Ganz so einfach ist es allerdings nicht.
Die Reifenbreite kann den Rollwiderstand und den Luftwiderstand beeinflussen. Gleichzeitig spielen die Gummimischung, die Konstruktion, das Profil und der Reifendruck eine wichtige Rolle.
Ein moderner, effizient konstruierter breiter Reifen kann unter bestimmten Bedingungen einen niedrigeren Rollwiderstand haben als ein älterer, schmalerer Reifen.
Deshalb lässt sich die Kraftstoffeffizienz nicht allein anhand der Zahl 205, 195 oder 225 bestimmen.
Wer Reifen vergleicht, sollte die offiziellen Effizienzangaben und unabhängige Reifentests berücksichtigen.
Warum der günstigste Reifen nicht immer die günstigste Wahl ist
Beim Kauf neuer Reifen erscheint es verlockend, einfach das preiswerteste Modell zu wählen.
Doch der Anschaffungspreis ist nur ein Teil der Gesamtkosten.
Ein Reifen, der etwas mehr kostet, dafür aber einen geringeren Rollwiderstand und eine gute Laufleistung besitzt, kann sich über mehrere Jahre durchaus rechnen.
Entscheidend ist, wie viele Kilometer gefahren werden und wie groß die tatsächlichen Unterschiede zwischen den Reifen sind.
Wer täglich längere Strecken zurücklegt, kann von einer höheren Kraftstoffeffizienz stärker profitieren als jemand, der sein Auto nur gelegentlich nutzt.
Trotzdem sollten Bremsverhalten, Nasshaftung und die Eignung für die jeweilige Jahreszeit immer Vorrang haben.
Fazit: Ein kleiner Blick auf den Reifen kann sich lohnen
Die Zahlen und Buchstaben auf einem Autoreifen sind weit mehr als eine technische Kennzeichnung. Sie helfen dabei, den passenden Reifen für das Fahrzeug auszuwählen.
Wer zusätzlich auf den Rollwiderstand, die Nasshaftung und den richtigen Luftdruck achtet, kann nicht nur die Sicherheit verbessern, sondern möglicherweise auch die laufenden Kraftstoffkosten reduzieren.
Ein besonders niedriger Rollwiderstand ist kein Wundermittel, das den Verbrauch plötzlich halbiert. Doch zusammen mit einer vorausschauenden Fahrweise und regelmäßiger Wartung kann er einen sinnvollen Beitrag zum sparsamen Autofahren leisten.
