Eine Orchidee mit kräftigen grünen Blättern und zahlreichen wunderschönen Blüten ist ein echter Blickfang auf jeder Fensterbank. Doch viele Pflanzenbesitzer kennen das Problem: Die Orchidee hat früher regelmäßig geblüht, aber plötzlich bleiben die Blüten aus. Die Blätter werden gelb, die Wurzeln sehen nicht mehr gesund aus und trotz regelmäßiger Pflege scheint sich nichts zu verbessern.
Im Internet kursiert seit einiger Zeit ein ungewöhnlicher Haushaltstipp. Angeblich soll bereits ein Teelöffel Kaffeesatz ausreichen, um eine geschwächte Orchidee wieder zum Leben zu erwecken und eine üppige Blüte anzuregen.
Aber funktioniert dieser Trick tatsächlich? Und warum kann Kaffee für manche Pflanzen nützlich sein, während er bei empfindlichen Orchideen sogar Probleme verursachen kann?
Die Antwort ist überraschend, denn nicht der Kaffee allein entscheidet darüber, ob eine Orchidee wieder blüht.
Warum Kaffeesatz überhaupt als Pflanzendünger verwendet wird
Kaffeesatz landet in vielen Haushalten täglich im Müll. Dabei enthält er organische Bestandteile und verschiedene Mineralstoffe, die bei der Zersetzung nach und nach freigesetzt werden können.
Zu den enthaltenen Nährstoffen gehören unter anderem Stickstoff, Kalium, Magnesium und weitere Mineralstoffe in unterschiedlichen Mengen.
Stickstoff unterstützt das Wachstum grüner Pflanzenteile. Kalium spielt eine Rolle bei zahlreichen Stoffwechselprozessen und Magnesium ist ein wichtiger Bestandteil des Chlorophylls.
Deshalb wird Kaffeesatz häufig als Ergänzung für Kompost oder als Bodenverbesserer im Garten verwendet.
Allerdings bedeutet das nicht automatisch, dass jede Pflanze Kaffeesatz verträgt.
Besonders bei Orchideen ist Vorsicht geboten, denn sie unterscheiden sich in ihren Bedürfnissen erheblich von gewöhnlichen Zimmerpflanzen.
Das Besondere an Orchideen: Ihre Wurzeln brauchen Luft
